Wie funktionieren Luftentfeuchter mit Granulat?

Wer kennt nicht die Folgen, die sich auf Grund zu hoher Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen ergeben? Schlechte Atemluft und Schimmelbildung sind nur zwei von vielen Auswirkungen, die es zu verhindern gilt. Der Einsatz von elektrischen Luftentfeuchtungsanlagen ist zwar recht effektiv, dafür aber auch sehr kostspielig und erfordert weiterhin einen Stromanschluss, auf den man nicht immer zurückgreifen kann.

Die Lösung heißt daher: Luftentfeuchter mit Granulat

UHU airmax LuftentfeuchterEin Luftentfeuchter mit Granulat, wie z.B. der UHU air max Luftentfeuchter* benötigt keinen Strom. Die Geräte bestehen aus einem Behälter für das Granulat und einen Auffangbehälter für das Wasser, welches der Luft entzogen wird. Sie sind im Handel schon für unter 20 EURO zu erwerben. Diese Geräte sind immer aus Kunststoff, da keine Metallbehälter verwendet werden dürfen, worauf ich zum späteren Zeitpunkt noch einmal zurückkommen werde.

Das benötigte Granulat muss im Regelfall nur einmal im Monat ausgewechselt werden. Da das Granulat sehr preisgünstig ist, sind die Folgekosten einer derartigen Luftentfeuchtung deutlich geringer als der Stromverbrauch bei elektrischen Geräten.

Aber wie kann das funktionieren?

Ganz einfach. Das Granulat besteht im Regelfall aus Calciumchlorid und ist ein Salz. Es hat die Möglichkeit, eine Menge Wasser aufzunehmen. Das kann durchaus bis zum Vierfachen seines Eigengewichtes sein. Bildlich dargestellt, können wir diese Möglichkeit mit der Fähigkeit eines Schwammes vergleichen. Dieses Salzgranulat wird in einen offenen Behälter gefüllt.

So kann das Calciumchlorid mit der Luftfeuchtigkeit eine Verbindung (ein Hydrat) eingehen, wodurch der Raumluft die Feuchtigkeit entzogen wird. Die Moleküle des Granulats saugen sich nun bis zur Sättigung voll und lösen sich auf.

Es entsteht eine leicht salzige Wasserlösung. Dieses, der Luft entzogene Wasser wird nun in einem Behälter gesammelt. Je nach Luftfeuchte und Menge des Granulats muss der Wasserbehälter dann in zeitlichen Abständen gelehrt werden.

Das angesammelte Wasser wurde zwar der Luft entzogen und sollte damit sauber sein, ist aber nicht genießbar, da es sich durch die Verbindung mit dem Calciumchlorit zu einer leicht salzhaltigen Lösung entwickelt hat.

Weiterhin hat die Luftentfeuchtung mit Granulat den interessanten Nebeneffekt, dass der Luft durch das Hydrat ebenfalls auch Schmutz entzogen wird. Dieser Schmutz legt sich auf das Calciumchlorid ab und führt zu einer Verfärbung des Salzgranulates. Selbstverständlich findet sich dieser Schmutz auch im Wasser wieder.

Das Granulat ist zwar nicht giftig, sollte aber von Haustieren und Kindern ferngehalten werden, da es u.a. Hautreizungen verursachen kann. Weiterhin greift das Salz metallene Gegenstände an und sollte daher nicht mit diesen in Berührung kommen.

Wo sind diese Geräte effektiv einsetzbar?

Da die Geräte im Regelfall über keinen integrierten Ventilator verfügen, können sie idealerweise in kleineren Räumen eingesetzt werden (bis ca. 50 Quadratmeter). Bei größeren Räumen empfiehlt sich der Einsatz von mehreren Geräten oder von Geräten mit integriertem Ventilator zur besseren Umwälzung der Raumluft.

Ihre volle Wirkung zeigen die Luftentfeuchter mit Granulat bei einer Raumfeuchtigkeit von mehr als 50 % Luftfeuchte, da erst dann ein wirklich effizientes Hydrat entstehen kann.