Luftreiniger oder Luftwäscher – Wo ist der Unterschied?

Wozu ein Luftreiniger dient, kann sich jeder schnell vorstellen. Doch wie sieht es mit einem Luftwäscher aus? Hier können sich viele Menschen kein genaues Bild machen. Die große Frage ist natürlich auch, inwiefern sich die beiden Geräte voneinander unterscheiden. Es ist sehr wichtig über die genauen Unterschiede Bescheid zu wissen, denn erst dann können beide optimal genutzt werden.

Was bedeutet eigentlich, das Raumklima zu verbessern?

saubere Luft durch Luftreiniger oder Luftwäscher

Um ein gutes Raumklima zu erzielen, eignet sich sowohl der Luftwäscher als auch der Luftreiniger. Das Raumklima ist ein sehr wichtiges Kriterium, wenn es um die allgemeine Qualität des Wohnens geht. Gut Leben lässt es sich nämlich nur bei guter Luft.

Das Klima eines Raumes wird maßgeblich durch die Feuchtigkeit in der Luft geprägt. Wenn die Feuchtigkeit zu hoch ist, kann sich zum Beispiel schnell Schimmel bilden. Bei einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit, trocknen dagegen die Schleimhäute aus und Keime können dann schneller Infektionen auslösen.

Eine ideale Luftfeuchtigkeit beträgt zwischen 40 und 60 Prozent. Auch die Sauberkeit der jeweiligen Luft in einem Raum gehört zu dem Raumklima. In der Luft sollten sich so wenig wie möglich Fremdstoffe wie Keime, Sporen, Pollen oder Staub befinden.

Es kommt darauf an, in welcher Hinsicht das Raumklima verbessert werden soll, wenn es um die Wahl zwischen Luftwäscher und Luftreiniger geht.

Die Unterschiede zwischen Luftwäscher und Luftreiniger

Auf den ersten Blick scheint die Unterscheidung ganz einfach. Von Schadstoffen, Pollen und Staub kann die Luft durch den Einsatz eines Luftreinigers befreit werden. Im Grunde tut ein Wäscher nichts anderes, allerdings sorgt er auch für mehr Feuchtigkeit in der Luft. Dies wäre schon einmal ein erster, prägnanter Unterschied.

Allerdings wird es noch ein bisschen komplexer. In der Umgangssprache werden die beiden Begriffe Luftwäscher und Luftreiniger oft nicht klar getrennt. Dann wird nämlich sowohl der Luftwäscher als auch der Luftreiniger einfach als „Reiniger“ bezeichnet.

Darüber hinaus sind auch Luftreiniger erhältlich, die einen Befeuchter integriert haben. Berücksichtigt man diese Luftreiniger mit Wasser, dann ähneln sich die beiden Geräte in ihren Funktionen umso mehr.

Der Unterschied bezüglich der Luftbefeuchtung ist also nicht bei allen Modellausführungen gegeben, denn es gibt auch Luftreiniger mit Wasser. Damit es besser verständlich wird, wie die Hauptunterschiede der beiden Geräte liegen, muss noch stärker auf die Details eingegangen werden.

Allergiker sollten Luftreiniger bevorzugen

Ein Luftreiniger ist einzig und allein dafür entwickelt, die Schadstoffe, die sich in der Luft befinden, zu entfernen. Diese Aufgabe erledigen die Geräte sehr gut. Daher unterscheidet sich ein Luftwäscher und ein Luftreiniger dahingehend, dass der Reiniger Pilzsporen, Tierhaare und Pollen mit einer größeren Intensität aus der Luft filtert.

Daher sind die Geräte besonders für Allergiker bestens geeignet. Luftwäscher sind dagegen häufig lediglich in der Lage, große Fremdkörper der Luft zu filtern.

Die Filter von Luftreinigern

Es gibt viele Modelle von Luftreinigern, die mit unterschiedlichen Filtern arbeiten. Oft wird dabei ein HEPA Filter verwendet, wobei die Abkürzung HEPA für High Efficiency Particulate Air Filter, also hocheffizienter Partikelfilter, steht. Einige dieser Filter sind sogar dazu in der Lage, Partikel aus der Luft zu filtern, die nur 0,3 Mikrometer groß sind.

Somit können diese Geräte sogar etwas gegen chemische Gase und Feinstaub ausrichten. Außerdem oft eingesetzt werden photokatalytische Filter oder Aktivkohlefilter. Hier unterscheiden sich die verschiedenen Ausführungen der Luftreiniger dann voneinander.

Es gibt auch Geräte, die ganz ohne Filter auskommen. Diese nutzen dann Ionisatoren, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Die Ionisatoren sorgen dafür, dass Ionen, also negativ geladene Teilchen freigesetzt werden, die sich dann wiederum an Pollen und Staub binden.

Danach werden diese zusammengebunden Teile wieder gesammelt, zum Beispiel an einer Metallplatte, die positiv geladen ist. Ebenfalls ohne Filter kommt die Luftreinigung mit Plasma aus. Die Raumluft geht hierbei in dem Gerät für eine kurze Zeit in den Zustand von Plasma über.

Es entstehen durch die Umwandlung zu Plasma Partikel, die äußerst reaktionsfreudig sind und die Schadstoffe umwandeln, aufsparen oder zersetzen.

Der Luftwäscher

Die Arbeitsweise eines Luftwäschers ist dagegen komplett anders. Hier wird mit rotierenden Scheiben, von denen Wasser aufgenommen wird oder einem Wasserbad gearbeitet. Die Luft des Raumes wird mit Hilfe eines Ventilators in das Gerät gesogen, dann strömt sie durch die rotierenden Scheiben.

Durch das Wasser werden unangenehme Gerüche und Schmutzartikel gebunden. Außerdem wird die Luft, bevor sie wieder in den Raum abgegeben wird, durch das Wasser mit Feuchtigkeit angereichert. So wird die generelle Feuchtigkeit in der Raumluft erhöht.

Besonders in der Heizperiode ist dies ein Vorteil. Allerdings ist die reine Reinigungsleistung der Luftwäscher schwächer, als die der Luftreiniger.

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