Luftreiniger mit Ionisator – gut oder schlecht für uns?

Sicht Luftreiniger mit Ionisator eigentlich schlecht für uns? Zahlreiche Luftreiniger sind mit einem Ionisator ausgerüstet. Diese dienen der Geruchsbeseitigung und werden von zahlreichen Herstellern in die Geräte integriert. Zu den Nachteilen der Ionisatoren gehört, dass sie Ozon bilden. Da Ozon bestimmte organische Verbindungen abbaut, lassen sich mit einem Ionisator unangenehme Gerüche schnell beseitigen. Ionen werden hauptsächlich durch eine natürliche Strahlung oder durch bestimmte Wetterereignisse wie Gewitter sowie durch Luftbewegungen erzeugt.

Hoher Reinigungseffekt im Luftreiniger mit Ionisator

Luftreiniger mit Ionisator - HEPA Luftreiniger B-785 mit LuftsensorIonen regen Partikel in der Luft zur Clusterbildung an und haben deshalb einen gewissen Reinigungseffekt. Aus diesem Grund ist die Luft nach einem Gewitter deutlich reiner und weniger mit Partikeln belastet. Die Zimmerluft enthält im Gegensatz zur frischen Luft meist eine 10- bis 20-mal niedrigere Ionen-Konzentration. Deshalb fühlen sich viele Menschen in geschlossenen Räumen unwohl. Die geringe Konzentration von Ionen begünstigt die Ausbreitung von Viren und Feinstaub und trägt zur Bildung von Schimmel bei. Ein Luftreiniger mit Ionisator bekämpft die Ausbreitung von Viren, Milben und Pilzen und beseitigt auch Zigarettenrauch und Hausstaub. Durch den Einsatz effizienter Geräte können mehr als 90 Prozent aller Keime unschädlich gemacht werden.

Gesundheitliche Wirkung von Ionen in Studien getestet

Um die Verwendbarkeit von Ionisatoren und deren gesundheitliche Wirkung auf die Menschen zu testen, wurden bereits in den 1970er Jahren umfangreiche wissenschaftliche Studien durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass Menschen bei Fön deshalb unter Abgeschlagenheit leiden, weil die Ionenkonzentration bei dieser Wetterlage sehr gering ist. Gleichzeitig überwiegt die Zahl der positiv geladenen Ionen. Nachdem die Teilnehmer in der Studie negativ geladenen Ionen ausgesetzt wurden, fühlten sie sich deutlich besser. Dennoch ist die Wirkung negativ geladener Ionen auf den menschlichen Körper immer noch umstritten.

Ionisatoren bewirken eine Clusterbildung in der Luft

Luftreiniger mit Filter sind oft mit Ionisatoren ausgestattet, die eine Clusterbildung in der Luft vorantreiben. Bei diesem Vorgang docken geladene Ionen an den Staubpartikeln in der Luft an. Diese bilden dann mit weiteren Staubpartikeln in der Luft einen größeren Cluster. Der Filter eines Luftreinigers kann große Cluster besser filtern als kleinste Partikel. Dadurch erhöht sich die Reinigungsleistung des Gerätes und Feinstaub und andere Partikel in der Luft werden stärker reduziert als bei Luftfiltern, die mit einem einfachen Filterbetrieb ausgestattet sind.

Hochwertige Geräte arbeiten hauptsächlich mit dem Prinzip des Cluster Effekts und stoßen lediglich eine geringe Menge an Ionen aus, um die Clusterbildung in der Luft zu gewährleisten. Die meisten Ionisatoren sind für eine Ozon-Produktion nicht geeignet. Zwar ist der Effekt, der durch eine erhöhte Ionenkonzentration in der Raumluft entsteht bis heute umstritten. Nachgewiesen werden konnte allerdings, dass ein hoher Anteil negativ geladener Ionen in der Atemluft positive Wirkungen auf den Menschen hat. Während sich das Nervensystem entspannt, wird das Herz-Kreislaufsystem angeregt.

Fazit – Luftreiniger mit Ionisator

Luftreiniger mit einem HEPA-Filter verfügen meistens über einen zuschaltbaren Ionisator. Die Ionisation dient bei diesen Geräten hauptsächlich der Partikelbindung. Für die Hauptreinigung der Luft sind hingegen die anderen Filter im Luftreiniger verantwortlich. Moderne Luftreiniger bilden nur in sehr geringem Maß Ozon. Wer ganz sicher gehen will, sollte sich für ein nachhaltiges, umweltverträgliches Gerät entscheiden.