Lohnen sich alternative Luftreiniger für Zuhause?

Luftreiniger werden immer häufiger eingesetzt, um die Luftqualität zu verbessern. Sie kommen häufig zur Reduzierung von Feinstaub auf Baustellen oder in der Gastronomie zum Einsatz. Im Normalfall handelt es sich um Geräte, welche die Luft säubern, indem sie diese einsaugen und mithilfe eines Filtersystems reinigen. Der Luftwechsel wird vollendet, indem die Luft wieder in den Raum entlassen wird.

Unter welchen Umständen kann ein Luftreiniger die Wohnqualität verbessern?

Wenn man an Luftverschmutzung denkt, kommen einem meistens Wohngebiete wie Peking in den Sinn, die stark unter Smog leiden. Doch auch im Eigenheim kann ein solches Filtersystem nützlich werden. Unter bestimmten Umständen ist es nicht möglich oder unzureichend, das eigene Zuhause nur über das Öffnen der Fenster zu lüften. In solchen Fällen bietet sich dann ein separates Reinigungssystem an.

Dies wird vor allem notwendig, wenn die Atemluft mit Schadstoffen besetzt ist, wie beispielsweise durch einen Schimmelbefall oder die Nutzung eines Kamins. Gute Gründe für den Einsatz eines Luftreinigers können sein:

  • Allergien oder Asthma
  • Regelmäßiges Rauchen oder die Nutzung eines Kamins
  • Ein Schimmelbefall
  • Anpassung an die Jahreszeiten

Da viele unterschiedliche mögliche Umgebungen und Ursachen für einen Luftreiniger in Frage kommen, ist es wichtig, sich vorab zu informieren, welches Gerät in den eigenen Haushalt passt. Generell können die Geräte je nach Ursache vielseitig verwendet werden und mit variablen Zusatzfunktionen auf die jeweilige Ausgangssituation abgestimmt werden.

Allergien und Asthma

Pollen oder Hausstaub sind bekannte Auslöser für allergische Reaktionen. Mit ihnen gehen Symptome einher, die auch zuhause nicht abklingen oder sogar besonders stark auftreten. Wenn man an Allergien wie diesen leidet, kann ein Luftreiniger die Beschwerden bedeutend lindern.

Dabei sind insbesondere Luftreinigungssysteme mit HEPA-Filter zu empfehlen, was für “High Efficiency Particulate Air Filter” steht. Diese haben sich als effektives Mittel gegen jegliche Partikel etabliert. Wichtig zu wissen ist, dass diese Luftfilter auch gegen Tierhaarallergien wirken. Diese Allergene sind besonders hartnäckig und durch ein Reinigungssystem unter Kontrolle zu bringen.

Eine Folge von Allergien kann oftmals Atemnot sein. Doch auch für nicht-allergische Asthmatiker schwingt einem Luftreiniger eine Verbesserung bei. Partikel, durch welche Asthmaanfälle ausgelöst werden können, werden ebenfalls erfolgreich gefiltert. Für Allergiker und Asthmatiker verspricht eine Luftsäuberung somit eine Linderung der Beschwerden.

Pollen oder Hausstaub sind bekannte Auslöser für allergische Reaktionen

Verunreinigung durch Qualm

Luftreiniger sind außerdem für Wohnungen geeignet, in denen geraucht wird oder die durch einen Kamin geheizt werden. Vor allem bei Rauchern ist es essentiell, die Luft zu bereinigen, um die Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Dadurch wird bei den Mitbewohnern und bei Besuch der Nichtraucherschutz gewährleistet.

In diesem Kontext bieten sich Aktivkohlefilter an. Diese werden auch Carbonfilter genannt und neutralisieren den Geruch, indem die Trägermoleküle aufgespalten werden. Es gibt die Möglichkeit, diese Luftreiniger darüber hinaus mit einem Diffuser mit Duftfunktion auszustatten. Dies wirkt üblen Gerüchen zusätzlich entgegen.

Verschlechterung der Luftqualität durch einen Schimmelbefall

Eine zu hohe Raumfeuchtigkeit ist meistens die Ursache für den Ausbruch eines Schimmelbefalls. Generell kann man Sporen und Schimmelpilze vernichten, indem man sie trockenlegt. Andernfalls können sie die Luftqualität maßgeblich senken und so ernstzunehmende Atemprobleme verursachen. Hier empfiehlt es sich, den HEPA-FIlter mit einem Aktivkohlefilter zu kombinieren.

Der erstere filtert die Schadstoffe aus der Luft, während der letztere die unangenehmen Schimmelgerüche eindämmt. In Kombination kann ein Entfeuchtungsgerät mit Ionisator verwendet werden, welcher die Raumluft desinfiziert. Die Bakterien und andere Krankheitserreger werden so erfolgreich aus der Atemluft gefiltert.

In Bad oder WC ist ein Luftreiniger deshalb besonders empfehlenswert, da diese Räume einer höheren Feuchtigkeit ausgesetzt sind, als die anderen. Durch den Dunst beim Duschen besteht hier die größte Gefahr der Schimmelbildung.

Luftwäsche in Sommer und Winter

Während die Luft bei einem Schimmelbefall getrocknet werden muss, bietet es sich in anderen Situationen an, diese aktiv zu befeuchten. Im Winter bietet sich eine Kombination aus Luftreiniger und -Befeuchter an, da die Luft in der kalten Jahreszeit dazu neigt, sehr trocken zu sein.

Im Sommer hingegen sollte man auf Alternativen zurückgreifen, welche die Luft kühlen. Diese sind dann mit Ventilatoren oder anderen Kühlsystemen ausgestattet. Durch diese Luftreiniger wird ganzjährig eine Luft zum Wohlfühlen gewährleistet.

Luftreinigung in besonderen Wohnräumen

Die Art des Luftreinigers richtet sich generell nach der Größe des Raumes, in welchem die Luft gesäubert werden soll. Wie oben bereits beschrieben, ist vor allem das Badezimmer aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ein geeigneter Ort, um ein Reinigungssystem zu installieren. Dennoch können weitere Faktoren ausschlaggebend sein, da jeder Wohnraum unterschiedliche Voraussetzungen mit sich bringt. Wohnräume mit besonderen Ansprüchen sind:

  • Das Bad
  • Das Schlafzimmer
  • Die Küche
  • Das Auto

Verbesserte Schlafqualität im Schlafzimmer

Insbesondere im Schlafzimmer sollte man frei von Beschwerden sein, die durch Allergien, Asthma oder Anderes ausgelöst werden. Um einen erholsamen Schlaf zu begünstigen, ist eine reine Atemluft ausschlaggebend. Zudem ist es praktisch, wenn man nachts nicht das Fenster offen lassen muss, um an frische Luft zu gelangen. Sollte sich das Fenster zur Straße hin öffnen oder sich das Zuhause generell in einer lärmstarken Gegend befinden, kann ein Luftreiniger hier die Lösung sein.

Dunstabzug in der Küche

Die Küche ist zunächst ein besonders anfälliger Ort, an dem sich lästige Gerüche absetzen können. In Großküchen der Gastronomie, aber auch zuhause entsteht durch regelmäßiges Kochen die Gefahr, dass sich Schadstoffe in der Umgebung ansiedeln. Ein Luftreiniger ist nötig, um den Dunst, der durch das Kochen entsteht, zu filtern. Ein effektives Abzugssystem ist unverzichtbar, um das Absetzen eines Wrasen zu verhindern. Dabei handelt es sich um fetthaltigen Dunst, welcher sich in der Tapete, den Wänden und Möbeln einnistet.

Dunstabzug in der Küche

Keine üblen Gerüche im Auto

Ein Fahrzeug ist vielen verschiedenen Einflüssen ausgesetzt. Innen sammeln sich Gerüche an, die durch Zigarettenrauch oder Haustiere, die mitfahren, entstehen. Von außen dringen unter anderem Pollen, Smog und Bakterien ein, welche sich ebenfalls im Auto festsetzen können. Viele Luftreiniger sind sehr kompakt und einfach in das Auto zu integrieren. Die handlichste Variante bieten Modelle, die auf den Ionisator reduziert sind. Diese können einfach am Zigarettenanzünder angebracht werden. Diese filtern die Luft und neutralisieren Gerüche.

Fazit

Man kann festhalten, dass Luftreiniger an fast alle Situationen angepasst werden können. Sie wirken vor allem effizient um Partikel zu filtern, Gerüche zu neutralisieren sowie die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Je nach Preisklasse kann man sich zwischen verschiedenen Größen entscheiden und auch die Zusatzfunktionen sind je nach Bedarf wählbar. Die hier vorgestellten Alternativen sind auf einem Blick:

  • HEPA-Filter
  • Aktivkohlefilter
  • Ionisatoren
  • Diffuser
  • Luftbefeuchter
  • Kühler

Durch diese Attribute könnten die vorgestellten Probleme behoben werden und einigen davon werden vorgebeugt. Letzten Endes kann man mit dem Kauf eines Luftreinigers nichts verkehrt machen, da saubere Luft in keinem Fall schädlich ist. Vor allem im eigenen Wohnraum möchte man sich erholen können und sich wohl fühlen. “Frische Luft” ist dabei immer ein guter Anfang.

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